Die aktuellen Streiks im britischen Bildungssektor

Neue Streikformen, Solidaritäten und Mobilisierung

19.11.2019 | Frankfurt

18:30 bis 20:30 Uhr

Entgelt frei

Im Februar/März 2018 fand die bislang längste Streikwelle im britischen Bildungssektor statt. Die Union of Colleges and Universities, UCU, hatte ihre Mitglieder zu 4 Wellen, insgesamt 14 Tagen Streik aufgerufen.

Anlass war ein tiefer Einschnitt in das Pensionssystem. Zu dem Arbeitskampf geführt hatten geplante Änderungen in der betrieblichen Rentenvorsorge, die Universitätsangestellten, vom Professor bis zum Bibliothekar, mit jährlich im Durchschnitt 10.000 Pfund weniger Einkommen in Rente schicken sollte. Dies wurde verhindert, doch der eigentliche Erfolg des Streiks lag in seiner überschießenden Wirkung: Erstmals wurde das stark vermarktlichte britische Hochschulsystem massiv und öffentlich diskutiert; erstmals fanden Uni-Angestellte und Studierende gemeinsam auf der Straße; und erstmals hat die Stimme der Basis die zentral organisierte Gewerkschaftsstruktur kritisiert und deren Kompromisslösungen herausgefordert und radikalisiert.

In meinem Beitrag möchte ich zentrale Momente dieser Aktion vorstellen und im zeitlichen Abstand auf ihre  Nachhaltigkeit hin befragen.

Zielgruppe: Interessierte

Referentin: Kendra Briken arbeitet als Soziologin an der Strathclyde Business School in Glasgow, UK und ist dort im lokalen Gewerkschaftskomitee aktiv. Derzeit befasst sie sich mit Arbeit und Anerkennung im Plattformkapitalismus und beforscht u.a. in einem Kooperationsprojekt mit dem Scottish Trade Union Congress prekäre Arbeitsbedingungen in unterschiedlichen Niedriglohn-Sektoren.

 

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